Female Business Intelligence (FBI)

FBI – Das Netzwerk für Topmanagerinnen, Wissenschaftlerinnen und Expertinnen

Was ist typisch „weibliches“ Management? Was zeichnet Frauen im Topmanagement aus? In manchen Aspekten agieren Frauen im Topmanagement tatsächlich anders als Männer. Und sie gelangen oft auf anderen, unterschiedlichen Wegen nach oben. Frauen haben auch andere Lebensschwerpunkte und müssen ihren eigenen Weg finden, diese mit Spitzenleistung in Einklang zu bringen.

Topmanagerinnen, Expertinnen und Wissenschaftlerinnen aus dem näheren und weiteren Umfeld von Algar Rother, Geschäftsführerin von Algar Rother Coaches & Consultants machten bei einem ersten Treffen (im Sommer 2010) begeistert von der Möglichkeit Gebrauch, sich in einem sehr persönlichen Umfeld rund um solche Fragen auszutauschen. Vielfach wurde der Wunsch geäußert, diese Treffen weiterzuführen, um die Gespräche zu weiteren Themen rund um Beruf, Karriere, Leadership, Leben und Kultur fortzusetzen. Und so wurde das Female Business Intelligence-Netzwerk FBI aus der Taufe gehoben. Es besteht aus einem Kreis von derzeit 25 Teilnehmerinnen, die sich pro Jahr circa 4-5 mal treffen.

  • FBI ist kein Workshop oder Seminar. Im Mittelpunkt steht dabei der Erfahrungsaustausch, das Lernen voneinander und ein wertschätzendes Miteinander von Frauen in herausragenden Positionen.
  • Die Treffen werden durch verschiedene Themenangebote (etwa: Business in China, Frauen in der Spitzenforschung, Frauen und Karrierewege) von den Teilnehmerinnen selbst gestaltet.
  • Die Gespräche konzentrieren sich nicht nur auf Erfolgsgeschichten, auch Ambivalenzen und Entwicklungsgeschichten sind willkommen.
  • FBI ist kein offenes Netzwerk, aber auch kein „geschlossener Zirkel“
  • Weitere Zirkel in Städten wie München oder Hamburg sind angedacht.

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Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Susanne Dausch.

Zu Gast bei FBI

Frauen und Karriere – woran es immer noch hakt
Caprice Oona Weissenrieder, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Frankfurt University of Applied Sciences zu Gast bei FBI

Obwohl viele Unternehmen Frauenquoten eingeführt haben ist der Anteil von Frauen in Führungspositionen in Deutschland bisher nicht wesentlich gestiegen. Gründe dafür sind vielfältig und komplex. Caprice Oona Weissenrieder, die sich in Ihren Forschungsarbeiten mit  Themen rund um Management und Leadership, insbesondere Frauen in Führungspositionen beschäftigt, berichtete dem erweiterten FBI-Kreis über drei empirische Studien, die in diesem Zusammenhang aufschlussreiche Einblicke geben:

  1. Karriereperspektiven berufstätiger Mütter
  2. Gender Diversity Culture Check
  3. Akzeptanz von Frauen in Führungspositionen: Analyse von beobachtbaren Verhaltensweisen von Frauen und Männern in Führungspositionen

Die Ergebnisse dieser Studien haben gezeigt, dass die Ursachen für den geringen Anteil von Frauen in Führungspositionen in vielfältigen Hindernissen zu finden sind. Insbesondere lassen sie sich durch recht klar benennbare Wahrnehmungsunterschiede von Männern und Frauen, sowie durch nach wie vor fehlende Rahmenbedingungen erklären.

So nennen die befragten Frauen aus der Studie „Karriereperspektiven berufstätiger Mütter“ Vereinbarkeit von Beruf und Familie als eines der größten Karrierehindernisse (58%), gefolgt von fehlenden Aufstiegsmöglichkeiten (36%) sowie etablierte Männernetzwerke (30%).

Die empirische Erhebung im Rahmen des Projektes „Gender Diversity Culture Check“ beschäftigte sich ausgiebig mit dem Thema Unternehmenskultur und deren Einfluss auf die berufliche Karriere von Frauen und Männern. Hier stellte das Forscherteam fest, dass das Phänomen der „Gläsernen Decke“ immer noch vorhanden ist. Analog zu bereits existierenden Studien wurde herausgefunden, dass Frauen in der Studie trotz gleicher formaler Qualifikation und Alter wie Männer, mit deutlich geringerer Wahrscheinlichkeit eine Führungsposition innehaben. Als wichtige Aspekte, die einen Aufstieg von Frauen und Männern fördern bzw. verhindern können, wurden insbesondere Beziehungen und Netzwerke, der Bereich Förderung sowie Stellenbesetzung bzw. Rekrutierung identifiziert. Aber auch insbesondere die Präsenz spielt bei dem Karriereaufstieg von Frauen eine große Rolle. Frauen arbeiten nach wie vor familienbedingt häufiger in Teilzeit, was in tradierten Mentalitätsmustern nicht mit einer Führungsposition vereinbar ist.

Die Studie zur Akzeptanz von Führungskräften, beschäftigte sich u.a. mit den unterschiedlichen Verhaltens- und Wahrnehmungsweisen von Frauen und Männern in Führungspositionen sowie den Indikatoren der Akzeptanz. Die Ergebnisse der Frauen aus dem unteren bzw. mittleren Management zeigen, dass diese signifikant häufiger die Ähnlichkeit mit der direkten Führungskraft und Präsenz am Arbeitsplatz als förderlich für die Akzeptanz als Führungskraft und somit für den Aufstieg wahrnehmen. Die männlichen Führungskräfte hingegen hielten dagegen Eigenschaften wie soziale Kompetenz, Berufserfahrung sowie fachliche Kompetenz für wichtiger, um als Führungskraft akzeptiert zu werden.

Welten verbinden – Dr. Christina Zech aus Zürich zu Gast bei FBI

von Dr. Cornelia Hegele-Raih

Wie wird die Welt zu einem glücklichen und friedlichen Ort für alle Menschen? Wie kann Verständigung und Gerechtigkeit angesichts eines immer stärkeren Auseinanderdriftens von Meinungen, ungleichen Lebensumständen, wachsenden Konflikten und Komplexität gelingen? Diese Frage beschäftigt alle weltoffenen Menschen. Menschen mit Tatendrang und Mut, fähig und bereit zu interdisziplinärem Austausch. Diese Menschen zusammenzubringen und mit ihnen gemeinsam Ideen und Konzepte für die konstruktive, historische Weiterentwicklung unserer Gesellschaften zu entwickeln ist das große Anliegen von Dr. Christina Zech aus Zürich/Leipzig. „Vorbehaltlos Welten verbinden“ – so lautet das Motto des von ihr gegründeten Vereins. Als dessen Präsidentin versteht sie sich als Gesellschaftscoach, als Expertin für das Verbinden von Kulturen, als Expertin für soziale Innovation durch positive Impulse, und als Gastgeberin aus Berufung.
Herzstück der Arbeit des Vereins sind jährlich stattfindende Weltsalons. Als Vorbild für diese Veranstaltungen sind die Salons der Aufklärung, die dem freien Ideenaustausch dienten, ungeachtet der Schranken von Klasse und Geschlecht. Philosophen wie Voltaire oder Diderot verkehrten in den Pariser Salons und bereiteten dort den Boden für die Französische Revolution.
In dem modern interpretierten, interdisziplinären Weltsalon werden gemeinsam mit Experten und Gästen Ideen für Lösungen der zentralen gesellschaftlichen Themen unserer Zeit diskutiert und in Statements gefasst. Daraus werden in der Folge Projekte entwickelt, um unsere Welt friedlicher und lebenswerter zu gestalten.
Der erste Weltsalon beschäftigte sich mit der verbindendenden Kraft des Fußballs. Anfang des Jahres 2015 fand zum ersten Mal ein europäischer Weltsalon in Brüssel statt unter dem Motto „Neustart Europa“. Der nächste Weltsalon wird Anfang des Jahres 2016 in Berlin die Verständigungsmöglichkeiten zwischen West und Ost thematisieren.
Hegels Ideal des Weltbürgertums ist angesichts globaler Vernetzung und Migration so aktuell wie nie: Eine weltliche Gesellschaftsordnung – basierend auf individueller Freiheit, Recht und Gleichwertigkeit aller Kulturen – bietet Chancen für eine friedliche, reichhaltige Zukunft für alle Menschen.

http://www.connectworlds.org/

Frau Dr. Zech ist außerdem die Urheberin des sogenannten „Freudebarometers“. Im Rahmen einer 2014 privat finanzierten Initiative wurde dies erstmals in Zusammenarbeit mit der ETH Zürich bei einigen hundert Führungskräften in der Schweiz, Deutschland, der EU und China als teilstandardisierte Zufallsstichprobe erhoben und um nachbereitende, offene Interviews ergänzt. Grundlegend zeigte sich, dass die ganz persönlich erlebte Freude herausragenden Persönlichkeiten ihre enorme Lebens- und Schaffenskraft verleiht. Am stärksten wirkt persönliche und familiäre Zugehörigkeit: dem Finden des Lebenspartners, der Geburt eines Kindes, dem Rückhalt der Familie und dem Überwinden schwerer Krankheit. An zweiter Stelle zehren sie von Momenten großer Persönlichkeitsentfaltung: dem Erleben eigener bahnbrechender Kreativität, aber auch dem Entdecken entlegener Welten auf Reisen.

http://www.connectworlds.org/de/freude/freudeimpulse/die-ergebnisse-2014